17. April 2011

durcheinander

Ich war heute vormittags mal wieder in der Kirche und habe mich danach wie immer mit paar Freunden unterhalten unteranderem mit einer Freundin von der ich erfuhr, dass ihre Schwester, mit der ich auch befreundet bin, unter Magersucht leidet.
Ich bin durcheinander - besorgt und etwas schuldig fühle ich mich. Vor knapp drei Monaten habe ich sie das letze Mal gesehen und ich deswegen vor hatte sie in den Ferien zu sehen.
Sie war immer dünn, sportlich dünn und sie hat zu Süssigkeiten oder Kuchen nicht  Nein gesagt, wenn man ihr etwas angeboten hat.
Nach Weihnachten haben wir uns in der Kirche gesehen und eine Freundin hat mich drauf angesprochen, dass sie ziemlich mager sei und ob ich irgendetwas weis. Da ist es mir auch erst aufgefallen, aber ich habe mir gedacht, dass sie evtl. Beziehungsprobleme hat und stressbedingt abgenommen hat, aber die Situation hat es nicht hergegeben, um sie danach zufragen.
Im Januar war ich mit ihr auf der "grünen Woche"und da ist mir aufgefallen, dass sie kein kleines Stückchen Salami oder Käse probieren wollte. Nur an Ständen, wo man beispielsweise Obst oder Salate probieren konnte, hat sie spärlich zugegriffen. Selbst Mineralwasser mit Kiwigeschmack war ihr zu süß und mehr als einen Schluck probierte sie nicht. Das fande ich schon seltsam. Ich sprach sie dann wärend der fünf Stunden, die wir dort verbracht hatten, ob sie noch mit ihrem Freund zusammen sei, weil sie so dünn geworden ist und sie sagte mir alles sei in bester Ordnung, dies bestätigte mir auch ihre Schwester heute, dass sie noch zusammen sind.
Nach dem Besuch der grünen Woche hatte ich mir Gedanken über sie gemacht, ob ihr Essverhalten noch gesund ist.
Aber irgendwie wollte ich das nicht glauben und habe es verdrängt.
Im Februar musste sie für 10 Tage ins Krankenhaus, weil ihr Körpergewicht einen Punkt erreichte, wo es lebensbedrohlich wurde. Wenige Wochen vorher hatte ich sie doch getroffen, warum habe ich ihrer Schwester nichts gesagt?
Sie macht eine Therapie und sie hat einen Essensplan, den sie laut ihrer Schwester befolgt.

Ich bin traurig und ich weiß nicht was ich machen soll. Mich mit ihr treffen ist womöglich ein Weg, da ein solides soziales Umfeld gut ist und das sie merkt nicht alleine zu sein, aber wie soll ich mich verhalten? Sie weiß doch gar nicht, dass ich es weiß.
Magersucht - ein Wort das mir Gänsehaut bereitet und das erste was mir in den Sinn kommt, wenn ich es höre: Tod.

Was würdet ihr machen? Habt ihr evtl. auch jemanden in eurem Freundes- oder Familienkreis und wisst wie man damit umgeht?

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