15. August 2011

Brasilien und so

Bin seit Samstag wieder zu hause.
Nach 37-stündiger stressiger Rückreise mit Flug und Zugfahrt war ich um 1 Uhr zu hause. Um 5 Uhr im Bett. Um 19 Uhr wach. Um 1 Uhr im Bett.
Sonntag hab ich dann meinen Koffer bekommen, der nicht mitkam, da er wegen Verspätung nicht in den Anschlussflieger umgeladen werden konnte. Wir mussten selber durch den gigantischen Flughafen in Madrid rennen.
Und heute war dann wieder Schule. Entspannend. Habe viele Lehrerwechsel, aber die sind alle cool. Der Stundenplan ist auch super. An den wichtigsten Tagen - Montag und Freitag - habe ich 4 und 5 Stunden.

Nun zu Brasilien.



Die Reise nach Brasilien sollte unseren Horizont weiten und uns das Leben dort näherbringen.
Wir, eine Gruppe bestehend aus 17 Jugendlichen überwiegend über 18 Jahre, die sich schon viele Jahre kennen, und 4 "Betreuern", landeten in Sao Paulo. Wie fuhren zur ersten Unterkunft nach Guaratinguetá. Dort lernten wir eine der vielen Fazendas der "Fazenda da Esperança"(portugiesisch: Farm der Hoffnung) kennen. Das sind eine Art Bauernhöfe auf denen das Wort des Evangeliums gelebt wird. Eine Instiution die einen spirituellen Weg aus den Drogen bildet und die erfolgreichtste Methode in Brasilien ist.
Ein Jahr lebt der Jugendliche dort ohne Alkohol, Zigaretten, Handy, TV, Internet und Sex. Die Jugendliche lesen täglich das Evangelium zusammen und arbeiten entweder auf dem Feld oder machen Handarbeiten, um den Hof zu finanzieren.
Wir hatten bewegende Begegnungen mit Jugendlichen, die uns ihre Vergangenheit erzählten und wie sie einen Sinn für ihr Leben gefunden haben.
Vorallem hat mich eine junge Frau aus Russland beeindruckt, die in ihrer Drogensucht sich mit HIV und Hepatitis C infizierte und heute glücklich ist auf der Fazenda leben zu können und einen Sinn für ihr Leben gefunden hat.

In der Stadt Três Marias lebten wir zu Zweit für drei Tage in Gastfamilen, um das "alltägliche" Leben besser kennen lernen zu können. Es war sehr spannend, vorallem mit wie wenig Sprachkenntnissen man sich trotzdem super unterhalten kann. Vorallem die Gastgeschwister aus den anderen Gastfamilien sind mir ans Herz gewachsen und ich möchte sie auf jeden Fall ein weiteres Mal besuchen.

Diamantina eine alte Stadt, die mal berühmt für den Edelsteinhandel und vorallem zentraler Handelspunkt für Diamanten, haben wir auch angeschaut. Dort war vorallem der Einfluss der Kolonialzeit bemerkbar. Die Häuser waren im europäischen Stil. Es war interessant die Vielfalt in Brasilien zu sehen. Auch die Flora Landschaft änderte sich auf unserer gesamten Tour ständig. Mal sah es aus wie Steppe, dann wie Mittelgebirge und plötzlich fuhren wir wie in einem Urwald.

Die Betreuer machen uns eine Überraschung und wir fuhren für einen Tag nach Rio an die Copacabana.
Erst auf dem Corcovado, bisschen shoppen dann am Strand Schwimmen, Sonne tanken und Caipirinhas trinken.

Unglaublich tolle Erlebnisse und Erfahrungen gesammelt. Ich ziehe in Erwägung nach dem Abitur nicht England zu erkunden sondern Brasilien noch mal zu sehen und dort als Freiwilliger auf einer Fazenda zu arbeiten.

Hier ein paar Eindrücke mit meiner schrottigen Digicam. Nichts besonderes vorallem, weil ich nicht die Muse hatte zu fotografieren.


Hier meine Mitbringsel:

- Ein Strandtuch, dass nach dem Waschen an die Wand kommt.
- Ein Schnapsglas
- Havaianas
- paar Postkarten

und ein Tucum-Ring, der traditionell aus den Schalen der Nüsse der Tucumpalme hergestellt ist und als Zeichen für die Verbundenheit mit den Armen und Hilfebedürftigen in Brasilien getragen wird. Die Franziskaner verwenden ihn auch für ihre Mission.
Ich trage ihn vorallem um die Begegnungen, die ich in den drei Wochen hatte nicht zu vergessen.


Wie waren deine Ferien? Hat deine Schule auch schon begonnen?


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